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Theaterstück: "Schlüssel zum Glück" · 23. Dezember 2023

Mit dem Adventstheaterstück “Schlüssel zum Glück”, verfasst von Anne Lübke, traten im Dezember neun Schülerinnen der 6d und zwei Schülerinnen der 7c insgesamt fünfmal auf: zweimal vor Wallfahrern in der Pilgerkirche in Schönstatt, einmal vor Seniorinnen und Senioren bei ihrer Weihnachtsfeier in der Humboldthöhe in Vallendar und bei zwei Schulaufführungen am letzten Schultag vor der gesamten Schulgemeinschaft. Es folgen der Text des Theaterstücks und Fotos bei der Darbietung in der Pilgerkirche.

Drei Schülerinnen schlendern mit Rucksack und Turnbeutel in Richtung Weihnachtsmarkt. Sie unterhalten sich.

Schülerin 1:
Der Test in Chemie war leichter, als ich dachte.

Schülerin 2:
Naja, ich fand, wir hatten zu wenig Zeit.

Schülerin 1:
Egal, die Arbeit liegt hinter uns. Das ist das Wichtigste.

Schülerin 2:
Und das Beste ist, dass heute die beiden Mathestunden ausfallen. Wollen wir noch etwas zusammen machen?

Schülerin 3:
Ich habe eine Idee. Was haltet ihr davon, wenn wir über den Adventsmarkt bummeln?

Schülerin 2:
Ich bin dabei! Ich habe gehört, dass es dort leckere gebrannte Mandeln gibt.

Alle zusammen:
Na, dann los!!!

Verkäuferin:
Unser Sortiment an Weihnachtsdeko ist schon toll. Es funkelt und glitzert, da kommt Stimmung auf. Gestern waren einige Lehrerinnen der Marienschule bei mir und haben für ihre Klassen Wichtelgeschenke besorgt. Sie mal: Heute kommen wohl einige Schülerinnen zu uns.

Schülerin 3:
Von meiner Tante habe ich einen Adventskalender mit 24 Säckchen bekommen.

Schülerin 2:
Ich hatte mir einen Adventskrimi in 24 Kapiteln gewünscht. Der ist so spannend. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.

Schülerin 1:
Hinter meinen Adventskalendertürchen ist Schokolade. Ich freue mich jeden Morgen darauf. Seht, da liegt eine Schatzkiste! Guckt mal, das kleine Schloss! Und der goldene Schlüssel hängt hier. (zur Verkäuferin) Darf ich die einmal aufschließen?

Verkäuferin:
Na klar, probiere das Schloss ruhig aus.

Schülerin 2:
Da könntest du etwas Wertvolles hineintun. Eine Schatzkiste ist immer geheimnisvoll und spannend.

Schülerin 1:
(beim Öffnen) Vielleicht ist hier etwas Kostbares versteckt? (nach dem Öffnen) Oh! Leider ist die Schatzkiste leer.

Schülerin 2:
Schaut mal, ich habe hier ein Tagebuch gefunden. Mit einem Schloss. Der kleine silberne Schlüssel sieht so niedlich aus.

Schülerin 3:
Ich schreibe auch Tagebuch. Den Seiten kann alles anvertrauen.

Schülerin 2:
Tagebuchschreiben ist toll.

Schülerin 3:
Hier ist noch etwas mit einem Schlüssel. Eine Spieluhr. Ich darf sie bestimmt aufziehen.

Schülerin 2:

“Joy to the word …”

Schülerin 3:
Ich liebe Musik! Zu Hause höre ich dauernd meine Songs.
Mein Bruder beschwert sich manchmal, wenn ich sogar unter der Dusche meine Lautsprecherbox einschalte. – Riecht ihr das auch? Hmmm, gebrannte Mandeln.

Schülerin 1:
Wir holen uns gleich eine Tüte. Aber erst möchte ich mir noch den großen Holzkasten hier anschauen. Der hat Gewicht. Was da wohl drin ist?

Schülerin 2:
Nun klapp schon den Deckel auf!

Schülerin 1:
Eine Krippe! Wie wunderschön! Alle Figuren haben einen Goldschimmer. Hier ist der Verkündigungsengel.

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Engel:
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade.

Maria:
Hab ich mich erschreckt. Was hat das zu bedeuten?

Engel:
Fürchte dich nicht. Der Herr ist mit dir. Du wirst ein Kind empfangen. Einen Sohn wirst du gebären. Dem sollst du den Namen Jesus geben. Gott hat dich auserwählt, die Mutter seines Sohnes zu werden. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

Maria:
Ich weiß doch aber von keinem Mann. Wie soll das geschehen?

Engel:
Der Heiligen Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Das Kind wird heilig und Sohn Gottes genannt werden.

Maria:
Ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe, wie du es gesagt hast.

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Schülerin 1:
Hinter dieser Tür ist gerade etwas ganz Großes geschehen. Unfassbar, was der Engel Maria gesagt hat. Und Maria hat geantwortet, dass sie bereit ist, die Mutter von Jesus zu werden. Ohne sie hätten wir keine Adventszeit, kein Weihnachten, kein Jesuskind.

Schülerin 2:
Da wäre ich aber unglücklich. Maria ist ein Schlüssel zum Glück. Auf was für ein Wagnis hat sie sich eingelassen! Welchen Schatz durfte sie in sich tragen.

Schülerin 3:
Ihr „Ja“ hat die Tür zum Himmel aufgeschlossen. Durch sie ist Jesus in die Welt gekommen.

Schülerin 2:
Du hast im Reli-Unterricht gut aufgepasst.
nimmt die nächste Figur aus dem Karton Das ist Josef! Die Figur zeigt, wie bescheiden er war. Josef hat seine eigenen Pläne losgelassen und zu Maria gehalten.

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Josef:
Maria bekommt ein Kind. Nicht von mir! Ungeheuerlich! Was soll ich nur machen?

Engel:
Josef, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen. Das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn bekommen. Ihm sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden.

Josef:
Auch wenn ich nicht verstehen kann, was hier vor sich geht, werde ich mich von Maria nicht abwenden. Sie kann sich auf mich verlassen. Und wir beide vertrauen auf Gott.

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Schülerin 2:
Was für ein Vertrauen hatte Josef! Wie geheimnisvoll klang die Botschaft des Engels und wie schlicht hat er sich verhalten. Und dann noch die Nachricht von der Volkszählung. Maria und Josef mussten von Nazaret in Galiläa nach Betlehem in Judäa reisen. Das war weit.

Schülerin 3:
holt den Esel aus dem Kasten Hier ist der Esel. Auf ihm ritt Maria. Wie beschwerlich war die Reise in ihrem Zustand. Und dann noch die erfolglose Suche nach einer Herberge in Betlehem.

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Josef:
Maria, ich möchte so gerne eine Bleibe für dich finden. Nun haben wir schon bei so vielen Leuten geklopft und keiner hat uns aufgenommen.

Maria:
Ach Josef, wir werden schon einen Ort finden, an dem wir uns ausruhen können.

Josef:
Ich werde es hier versuchen.

Wirtin:
Eine Unterkunft? Bei mir? Da kommt ihr zu spät. Bis zur kleinsten Kammer ist alles belegt. Es tut mir leid, besonders für sie. (zeigt auf Maria)

Mädchen:
Mama, bring die beiden doch zum Stall. Da haben sie wenigstens ein Dach über dem Kopf. Und wärmer als auf den Straßen ist es da auch.
Wirtin:
Du hast recht. Kommt! Mein Kind und ich, wir zeigen euch den Weg.

Josef:
Vielen Dank für die Hilfe.

Maria:
Gott wird es euch vergelten. Mir ist, als ob das Kindchen heute schon auf die Welt möchte.

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Schülerin 3:
Ich stelle mir gerade vor, wie der Wirt mit einem alten verrosteten Schlüssel die Stalltür aufgeschlossen hat, die Futterkrippe mit Heu gefüllt hat und Ochse und Rind von der Weide herangetrottet sind.

Schülerin 1:
In dem Krippenkarton sind auch noch die Hirten mit ihren Schafen. Diese einfachen Leute haben als Erste die Botschaft der Engel gehört.

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Hirte 1:
Was ist das? Es wird mitten in der Nacht hell? Die Schafe sind unruhig. Droht ihnen Gefahr?

Hirte 2:
Der Himmel öffnet sich. Ich sehe einen Engel!

Engel:
Fürchtet euch nicht. Seht, ich verkündige euch große Freude. Euch ist heute der Heiland geboren. Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.

Hirte 1:
Ich glaube, ich träume. Ein Engel! Bei uns!

Hirte 2:
Schaut mal, es wird noch viel heller über uns. Da zeigt sich eine große Menge von Engeln. Ganze Heerscharen! Ich bin überwältigt! Sie singen: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe und auf Erden Friede bei den Menschen seiner Gnade.“

Hirte 1:
Lasst uns aufbrechen! Wir wollen zum Kind in der Krippe gehen.
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Schülerin 1:
Was für eine Überraschung war das für die Hirten. Gerade sie wurden ausersehen, als Erste bei Jesus anzukommen. Was für einen Schatz durften sie in der Krippe sehen, im ärmlichen Stall!

Schülerin 2:
Heute sind wir richtig auf Schatzsuche. Ist in der Kiste noch etwas verborgen?

Schülerin 3:
In dem Kasten liegen noch Maria, Josef, das Krippenkind und die Weisen aus dem Morgenland. Für jeden von ihnen war Weihnachten nicht gerade unbeschwert, sondern eher eine Herausforderung: kein königlicher Geburtsort, die Bedrohung durch Herodes, die Flucht nach Ägypten, Sorgen als Flüchtlinge, die ungewisse Zukunft.

Schülerin 1:
Und dennoch spürten sie: Gott war bei ihnen. Er öffnet Türen und Herzen.
Wisst ihr was? Ich sehe die Adventszeit und meinen Adventskalender jetzt mit ganz anderen Augen. Hinter jedem Türchen steckt nicht nur Schokolade oder etwas zum Spielen, sondern eine Überraschung, eine Herausforderung, manchmal eine Zumutung.

Schülerin 3:
Die Tage bis zum Fest sind für viele nicht sorgenfrei. Es gibt Streit in den Familie, Krankheit, Ungewissheit, Enttäuschungen, aber auch ganz viele schöne Dinge. Adventsfeiern, Konzerte, Basare, Süßigkeiten – und diesen Adventsmarkt.

Schülerin 2:
Ich gucke mir gerade noch einmal das Tagebuch mit dem Schlüssel an, die Spieluhr mit dem Schlüssel und die kleine Schatzkiste mit dem Schlüssel. In den Adventstagen können wir den Schlüssel zum Glück finden, zum Schatz in der Krippe, zu Jesus, der unser Erlöser ist, der Retter der Welt.

Schülerin 3:
Das hast du aber toll gesagt! Es stimmt. Immer, wenn wir ein Adventskalendertürchen öffnen, können wir etwas entdecken. Und abends, vor dem Schlafengehen, können wir noch mal darüber nachdenken, was wir Schönes am Tag erlebt haben oder versuchen, den Sinn von schwierigen Situationen zu erschließen.

Schülerin 1:
Schlüssel zum Glück. Das ist Advent. Gespannt sein, wie uns Gott im Alltag begegnet und was er für uns bereithält.

Schülerin 2:
Also ich fühle mich jetzt bereit für eine Tüte gebrannte Mandeln.

Schülerin 3:
Au ja! Auf zum Stand. Mhhh, ich rieche schon den Duft. Wir versüßen uns den Nachmittag. Denn wir müssen nachher noch für die Englischarbeit lernen.

Schülerin 2:
Ich möchte mir nur noch schnell das Tagebuch kaufen, um jeden Abend meine persönlichen Adventserlebnisse aufschreiben zu können. Bitte sehr, hier ist das Geld.

Verkäuferin:
Danke. Dann noch viel Spaß euch.

Schülerin 3:
Und jetzt aber zu den gebrannten Mandeln!

Schülerinnen 1,2,3:
Lecker!

 



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